Wohnfläche

Wie groß ist meine Wohnung wirklich?

Diese Frage spielt gleich in mehrfacher Hinsicht eine entscheidende Rolle im Mietverhältnis: Die Miete kann gemindert werden, wenn die tatsächliche Fläche mindestens 10 % kleiner ist als im Mietvertrag angegeben.

Mit Urteil vom 18.11.2015, VIII ZR 266/14 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass abweichend von der 10 % Rechtsprechung bei Mieterhöhungen nach § 558 BGB (Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete „Mietenspiegel“) ausschließlich die tatsächliche Wohnungsgröße maßgeblich ist. Es kommt nicht auf die im Vertrag vereinbarte Fläche an. Das kann für Mieter in einigen Fällen nachteilig sein, wenn sich herausstellt, dass die tatsächliche Fläche größer ist als die im Vertrag verzeichnete. Für Betriebskostenabrechnungen gilt bisher noch die bisherige Rechtssprechung (tatsächliche Wohnfläche nur bei mehr als 10 % Abweichung). Es ist jedoch zu erwarten, dass sich diese Rechtsprechung ändern wird (Stand 14.6.2016).

Die Berechnungsmethode richtet sich grundsätzlich nach der Wohnflächenverordnung. Wenn sich nach erstem eigenen Messen der Verdacht erhärtet, dass die Wohnfläche kleiner ist als im Vertrag angegeben, lohnt sich das professionelle Ausmessen.

Mit Architektin Dipl.-Ing. Regine Bracht hat MhM einen Spezialtarif für Mitglieder vereinbart. Die Kosten betragen je Stunde 45 € zzgl. MwSt. Im Regelfall werden zwei bis vier Stunden für ein Aufmaß benötigt, abhängig von Anfahrtsweg, Schnitt und Größe der Wohnung. Terminvereinbarung für einen Besichtigungstermin mit der Architektin unter Rufnummer +49 40 460 078 30.