Fast 100 Akelius-Mieter:innen haben sich am 28. Oktober über den Verkauf ihrer Wohnungen an Heimstaden informiert, vernetzt und Forderungen an den Hamburger Senat gestellt.
„Hamburg muss die Mieter:innen vor Mieterhöhungen, Verdrängung, Umwandlungen und teuren Modernisierungen schützen. Wohnen ist keine Ware, sondern Menschenrecht!“ endet die Presseerklärung, die Mieter helfen Mietern zusammen mit der Akelius Arbeitsgruppe von Recht auf Stadt Hamburg und dem Mieterverein zu Hamburg als Einladende nach der Versammlung herausgegeben haben.
Zur Forderung der Volksinitiativen an den Hamburger Senat erklärt MhM-Rechtsanwalt Marc Meyer: "Der aktuelle Bestand an günstigen geförderten Wohnungen in Hamburg ist vollkommen unzureichend. Es ist daher nicht weiter hinnehmbar, dass fast 10 % dieser Wohnungen nicht denjenigen zur Verfügung stehen, für die sie einmal gebaut wurden."
In der Einladung zu der morgigen Presseaktion stellt MhM-Rechtsanwalt Marc Meyer fest: "In Hamburg wird derzeit viel Wohnraum gebaut, leider zumeist hochpreisig und damit am Bedarf der meisten Hamburger*innen vorbei. Gebraucht werden ausschließlich preiswerte neue Wohnungen für Familien und wirtschaftlich beengtere Haushalte.“
Die Volksinitiativen KEINE PROFITE MIT BODEN & MIETE! begrüßen den Privatisierungsstopp bei der SAGA. Dies darf allerdings keine vorübergehende Maßnahme sein, sondern der Verkauf von Wohnungen muss bei der SAGA und anderen städtischen Unternehmen dauerhaft und verbindlich ausgeschlossen werden.
Nun ist es offiziell: Der Hamburger Senat bestätigte am 17. November 2020 das Zustandekommen der beiden Volksinitiativen "Boden und Wohnungen behalten. Hamburg sozial gestalten" und "Neubaumieten auf städtischem Grund. Für immer günstig". MhM freut sich mit den anderen Initiator*innen über den Riesenerfolg und hofft, dass die Bürgerschaft sich die Forderungen zu eigen macht.