Im Dezember ist der neue Mietenspiegel 2025 für Hamburg erschienen. Die durchschnittlichen Mieten steigen nur moderat um 1,1 % – die niedrigste Steigerung seit 26 Jahren. Auf den ersten Blick Grund zum Aufatmen – aber was bleibt bei einer genaueren Betrachtung?
Der neue Mietenspiegel ist geringer angestiegen als befürchtet, da erstmals - auf Betreiben von MhM - der Median für die Berechnung der Mittelwerte genutzt wurde. Das bedeutet, dass Ausreißer nach oben und nach unten nicht mehr so zum Tragen kommen.
Der neue Hamburger Mietenspiegel 2023 weist erneut einen deutlichen Anstieg der Mieten um 5,8 Prozent aus. Die durchschnittliche Nettokaltmiete liegt nun bei 9,83 €/m² und steigt damit um 0,54 €/m² im Vergleich zu 2021. MhM erkennt den Mietenspiegel 2023 erstmals nicht an.
Foto: Protestaktion von Hamburg enteignet u. a. beim Hamburger Rathaus am 12.12.2023
Nach über 30 Jahren Mitarbeit im Arbeitskreis Mietenspiegel erkennt MhM den neuen Hamburger Mietenspiegel 2023 nicht an. Ein Novum. MhM ist der Auffassung, dass die Umstellung auf den Median inbesondere angesichts der aktuellen Situation auf dem Wohnungsmarkt die einzige angemessene Methode zur Ermittlung der Mittelwerte ist.
Was viele Mieter*innen schon befürchtet haben, ist nun offiziell: Der neue Hamburger Mietenspiegel 2021 weist gegenüber dem Mietenspiegel 2019 einen dramatischen Anstieg der Mieten aus. Die durchschnittliche Nettokaltmiete liegt nun bei 9,29 €/m² und steigt damit um 0,63 € im Vergleich zu 2019.