Pressemitteilung: Fehlerhafte Mieterhöhung bei Heimstaden

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Mieter:innen müssen sich wehren

6.500 Mieterhöhungen kündigte der schwedische Wohnungskonzern Heimstaden über die Presse Anfang November an, 9.100 Fälle mit Bezug auf den Mietspiegel allein in Berlin sollen es allerdings einem jüngeren Bericht zufolge sein. Die Initiativen StopHeimstaden Berlin und Recht auf Stadt Hamburg berichteten bereits Anfang Oktober von einer Mieterhöhungswelle. In den lokalen Mietervereinen sind die Mieterhöhungen ebenfalls angekommen. Zahlreiche Erhöhungen weisen eklatante Fehler auf oder sind gänzlich unbegründet.

Die Vielzahl der bekannten Fälle aus der Beratungspraxis der drei Mietervereine sowie aus den beiden Initiativen lässt vermuten, dass mindestens jede zweite Mieterhöhung unbegründet oder fehlerhaft ist. Betroffene Mieter:innen und Rechtsberater:innen berichten über (Mehrfach)-Verstöße in folgenden Beispielen:

  • Die Kappungsgrenze (15% innerhalb von 3 Jahren) wird deutlich überschritten
  • Lage-Einordnung und Ausstattung der Wohnung sind fehlerhaft Bruttokaltmietverträge werden bei Mieterhöhungen zu Nettokaltmietverträgen
  • Staffelmietverträge erhalten Indexmieterhöhungen

Mieter:innen-Initiativen und Mietervereine fordern, dass die Politik endlich wirksame Maßnahmen ergreift, um Mieter:innen vor den rasant steigenden Mieten sowie vor weiteren Verstößen durch Vermieter:innen zu schützen.

"Spätestens mit der aktuellen Mieterhöhungswelle wird deutlich, dass HEIMSTADEN keinen Deut besser ist, als die berüchtigte Voreigentümergesellschaft Akelius AG. Deren unverschämte Hochpreispolitik wird insbesondere durch Indexmieterhöhungen fortgesetzt und bewirkt immer mehr Nettokaltmieten über 20 €/qm. Dieses Vorgehen gehört verboten", Marc Meyer, Mieter helfen Mietern Hamburg

Im Anhang: Gemeinsame Pressemittelung vom 14.11.2023

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